Noch sind Lindaus Handballer in der Landesliga nicht angekommen. Noch steht auf der Habenseite eine Null, obwohl es bisher bei allen vier Spielen sehr gute Phasen beim TSV gab. Nach wie vor haben die Inselstädter Probleme mit der gegnerischen körperlich sehr starken Abwehr. „Wir sind da vielleicht einen Schritt zu langsam, das Timing ist nicht da und deshalb haben wir uns auch am Samstag schwergetan, in den ersten zehn Minuten ein Tor zu machen“, analysiert TSV-Trainer Robert Broszio, der nach Lösungen sucht. Am Ende verlor Lindau nach einem Zehn-Tore-Rückstand äußerst knapp (26:27) gegen die Reserve der Regionalligisten aus Wangen.
Das grandiose Comeback der TSV-Mannschaft gegen die MTG beweist, dass die Moral und der Kampfgeist bei den Inselstädter stimmen. Aber Broszio hat noch andere Baustellen, um seine Jungs auf die Begegnung mit dem SC Vöhringen (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Sportpark) einzunorden. „Das Problem ist auch, wenn man nicht mit vollem Kader trainiert, dann hat man am Wochenende eine volle Abwehr gegen sich stehen, die wir im Training nicht richtig simulieren können“, sagt Broszio. Viele Spieler seien einfach aus beruflichen Gründen oft verhindert und „die körperlich, robuste Abwehr, die die meisten Gegner haben, können wir nicht abbilden, weil wir andere Spieler haben.“
Die etablierte Landesliga-Mannschaft des SC Vöhringen ist den Lindauern nicht unbekannt. Vor einem Jahr gewannen sie das Bezirkspokalspiel gegen das Team aus dem Landkreis Neu-Ulm. Der SC Vöhringen startete holprig in die Saison und ergatterte nach drei Niederlagen die ersten zwei Punkte gegen den TV Treffelhausen in der heimischen Sporthalle Sportpark. Broszio legt für Sonntag bei Anwurf um 17 Uhr den Fokus wieder auf das Offensivspiel und mehr Beständigkeit bei seinen Jungs, denn „wir fahren nirgends mit dem Gedanken hin, nur mitzuspielen. Wir werden dort wieder ganz normal angreifen. Jetzt gilt es einfach von Anfang an, die 60 Minuten konstant durchzuziehen. Dann haben wir vielleicht eine Chance.“



