Die Landesligasaison ist bislang nicht so gelaufen, wie es sich der TSV Lindau vorgestellt hatte. Im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den TV Treffelhausen, war die Situation im Kader so eng wie noch nie. Vor allem der Rückraum war verletzungsbedingt mehr als dünn besetzt. Die 22:32 (8:17)-Niederlage am Samstagabend war daher keine Überraschung für die Inselstädter. „Die erste Halbzeit war schwierig“, meinte TSV-Trainer Robert Broszio, „da haben wir ein bisschen gebraucht, uns defensiv zu sortieren, aber im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein.“
Robert Broszio feiert kurzes Comeback
Schnell übernahm Treffelhausen trotz fehlendem Harz die Führung und baute diese sukzessive bis zur Halbzeit aus. Am Ende des ersten Durchgangs hatte Broszio seinen ersten Auftritt nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause als erfolgreicher Siebenmeterschütze auf der Platte. „Das dauerte ganze drei Sekunden“, meinte er lachend, „hat aber gutgetan.“
Mit neun Toren minus kamen die Inselstädter aus der Kabine zurück und die Devise lautete „mit erhobenem Haupt“ vor 120 Zuschauern in der Dreifachturnhalle „aus der Situation herauszukommen und das haben wir geschafft“, freute sich Lindaus Trainer. „So wie wir aufgestellt waren, können wir absolut zufrieden sein.“
Johannes Brombeis übernimmt Verantwortung
Mit nur zwei Rückraumspielern musste der TSV antreten. Zusammen mit Maik Grote erfüllte Johannes Brombeis seinen Job souverän. Mit acht Treffern zählte er zu den besten drei Torschützen der Begegnung. Auch Treffelhausens Spieler Armin Gold und Jannik Niederberger gehörten dazu. „Jojo hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte Broszio. „Er hat Verantwortung übernommen. Das ist wichtig, wenn Führungsspieler wie Moritz Pieper und Simon Stausberg nicht dabei sind, dass es auch andere gibt, die versuchen, das Spiel an sich zu reißen. Das hat er gemacht.“
Lindau belegt mit 2:18 Zählern den vorletzten Tabellenplatz. Einzig der Mitaufsteiger TV Weingarten (1:19) hat noch weniger Punkte gesammelt. Nun verabschieden sich die Inselstädter in die ersehnte Winterpause, beim Start am 17. Januar bei der Reserve der SG Lauterstein sollten die Personalprobleme Geschichte sein. Dann ist der Rückraum mit den genesenen Pieper, Stausberg und Broszio wieder gut bestückt. Die Begegnung zählt trotz Jahreswechsel noch zur Hinrunde für beide Mannschaften in der Landesliga. Die Rückrunde beginnt für die Lindauer erst am Samstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr mit dem Heimspiel in der Dreifachturnhalle gegen die TSG Schnaitheim.
Den Klassenerhalt haben die TSV-Handballer weiter im Visier. Broszio meinte: „Man muss sehen, dass wir als Vierter über die Relegation den dritten Aufstieg in Folge gemacht haben. Das ist ein Faktor, den man einfach nicht vergessen darf. Wir hatten vereinzelt Spiele, wo es tatsächlich deutlich war – das war aber dem Personal geschuldet, das einfach nicht vorhanden war. Im Großen und Ganzem schauen wir auf die Rückrunde und haben uns absolut nicht aufgegeben. Wir werden definitiv um den Klassenerhalt spielen, ich habe ein gutes Gefühl, weil wir einige Spiele hatten, wo wir gute Phasen hatten und guten Handball gespielt haben. Von dem her ist es natürlich vom Tabellenstand her nicht das, was wir uns erhofft haben. Es hat aber trotzdem Mut gemacht für die Rückrunde.“
TSV Lindau: Steppan, Ellermann (beide Tor); Haller (2 Tore, 2 Siebenmeter/1 Tor), Bräu (1 Tor), M. Miller, Hadrich, Grote (3), Rutschke, Grübel, Grauer (4), Broszio (1, 1/1), L. Miller (3), Brombeis (8)



