Vorbericht

Aufgeben kommt für den TSV Lindau nicht infrage

Für Maik Grote & Co. bedeutet jedes Landesligaspiel eine große Herausforderung. (Foto: Fabian Enzensperger)

Die Inselstädter wehren sich gegen den Abstieg aus der Handball-Landesliga und setzen dabei auch auf die verbesserte Personalsituation.

Nach der gewaltigen Durststrecke mit phasenweise nur zwei Spielern im Rückraum geht es jetzt nach der Winterpause für die Handballer des TSV Lindau wieder aufwärts. Das ist erwartet worden und auch wichtig, denn am Samstag geht es zur Reserve der SG Lauterstein in die Kreuzberghalle. Der Tabellensiebte ist mit einem 28:25-Auswärtssieg bei Lindaus Mitaufsteiger HC Lustenau in das Jahr gestartet. Spielbeginn ist am Samstag um 19.30 Uhr.

Robert Broszio steht vor seinem Comeback

Trotz Jahreswechsel ist es für beide Mannschaften erst der Abschluss der Hinrunde. Für die Lindauer ein Bonus, denn Julian Gauger und auch Robert Broszio werden definitiv wieder auf der Platte stehen. Broszio, der verletzungsbedingt bisher ausschließlich das Traineramt inne hatte, bleibt aber noch skeptisch vor seinem ersten Einsatz: „Ich muss erst mal reinkommen, wenn man ein Jahr lang nichts gemacht hat, was Handball betrifft. Ich möchte mir keinen Start von null auf hundert zutrauen.“

Zwei weitere wichtige Rückraumspieler sind noch fraglich für das kommende Spiel. Simon Stausberg und Moritz Pieper trainieren seit dieser Woche wieder, werden aber eher noch einmal aussetzen und wollen nichts zu früh riskieren. „Es ist jetzt absehbar, und wenn es jetzt am Samstag nicht klappt, dann wahrscheinlich die Woche drauf“, meint Broszio. „Wir sind gut aufgestellt, aber noch nicht sehr gut.“

Lindau rangiert mit 2:18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz – für den Aufsteiger ist demnach jedes Spiel in der Landesliga eine Herausforderung. Lauterstein II steht mit einer positiven Bilanz (11:9) auf Rang sieben in der Tabelle und wird nach ihrem erfolgreichen Auftakt am vergangenen Samstag mit Sicherheit hoch motiviert sein, gegen den Vorletzten in der Tabelle nachzulegen.

Die Inselstädter haben das vergangene Jahr abgehakt und die Winterpause genutzt, um „gut zu trainieren“, so Broszio. „Wir haben Abläufe verändert, gerade offensiv, und gehen guter Dinge da rein. Wir wissen, dass wir durch Kampf und Leidenschaft etwas mitnehmen können, wenn wir dort ein gutes Spiel machen.“ Der Aufsteiger hat sich für die restlichen zwölf Spiele einiges vorgenommen. „Wir werden uns in der Rückrunde nicht kampflos ergeben, sondern weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen. Wir sind uns alle einig, dass wir dafür arbeiten werden, weil wir nächste Saison weiterhin in der Landesliga spielen wollen“, betont Broszio.

Rückkehrer erhöhen die Trainingsqualität

Die Ausgangslage dafür ist mit den verletzten Rückkehrern vielversprechend. Das zeigte sich bereits im Training, dass „man einfach viel mehr machen kann, wenn man mehr Spieler zur Verfügung hat“, erklärt Broszio. Nach Stausberg und Pieper erwarten die Inselstädter zusätzlich ab Februar wieder Matthias Seidel im Team.

Dass die Lindauer Handballer mit einem vollen Kader auch Teams an der Spitze die Stirn bieten können, haben sie zu Beginn der Saison bereits bewiesen. Gegen den aktuellen Klassenprimus HSG Oberkochen/Königsbronn unterlagen sie nur knapp mit 22:23 und lagen sogar nach 30 Minuten mit 11:9 in Führung.