Vor 77 Zuschauern wollte es dem TSV Lindau wieder nicht gelingen, bei der Reserve der SG Lauterstein in der Handball-Landesliga zu bestehen. 28:17 (15:7) hieß es am Ende in der Kreuzberghalle für die SG. TSV Lindau: Steppan, Ellermann (beide Tor); Bräu (2 Tore), Grote (2), Haller (1 Siebenmeter/0 Tore), Gauger (4, 2/2), Wiedrich (1), Grübel (2), Broszio (2), Stederleistung und auch vorne unsere Chancen. Aber die gute alte Chancenverwertung hat uns wieder das Genick gebrochen“, bedauerte TSV-Trainer Robert Broszio, der am Samstag nach einem Jahr Verletzungspause wieder als Spieler im Rückraum auf der Platte stand.
Ein letztes Mal reisten die Lindauer mit einem reduzierten Kader zum letzten Rückrundenspiel. Noch ohne Simon Stausberg und Moritz Pieper, die die Trainerrolle am Samstag übernahmen, aber bereits wieder mit Julian Gauger und eben Broszio im Rückraum. „Es hat Spaß gemacht. Es war schön, wieder Handball zu spielen. Das hat mir gefehlt“, meinte Lindaus Noch-Trainer. „Natürlich hätte ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht.“
Noch kam Broszio reduziert zum Einsatz, aber das soll sich steigern, und deshalb suchen Lindaus Handballer für die kommende Saison einen neuen Trainer. „Man muss realistisch sein. Nach drei Aufstiegen in Folge und der ersten Landesligasaison und hoffentlich einer weiteren, ist es als Spielertrainer extrem schwer“, erklärte er, denn sein Herz schlägt auf dem Feld: „Wenn ich noch mal auf die Platte gehe, will ich als Spieler fungieren und nicht als Trainer, weil ich da auch genug mit mir selbst beschäftigt bin.“
Kurzfristige Ausfälle erschweren die Sache
Lindaus Goalgetter kehrt zurück und mit ihm nächste Woche auch Moritz Pieper und Simon Stausberg. Schon vor dem Spiel rechneten die Lindauer nur bedingt mit zwei Punkten. „Uns war davor schon klar, dass es ohne Moritz und Simon schwer wird, weil es einfach zwei Spieler sind, die offensiv und defensiv einen Unterschied in so einem Spiel machen können“, sagte Broszio. Norbert Knechtel und Oussama Hadrich kamen als kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle hinzu.
Bis zur 14. Minute bot der TSV trotz ungewohnten Harzes noch Paroli, aber ein 4:0-Lauf der Gastgeber läutete den Rückstand für die verbleibende Zeit ein. Mit 5:11 (19. Minute) wuchs der Abstand zu den Gastgebern stetig und Lindaus Trainer resümierte: „Wir haben eigentlich gut angegriffen, aber den Ball nicht reinbekommen. Sie haben dann aufs Tempospiel umgestellt und so viele einfache Tore gemacht. Sie waren einfach besser und haben verdient gewonnen.“
Die Hinrunde ist damit beendet und nun startet der TSV am Samstag mit voller Kapelle in die Rückrunde. Um 19.30 Uhr ist Anpfiff in der heimischen Dreifachturnhalle gegen die TSG Schnaitheim. Die Ausgangslage der Lindauer hat sich trotz der Niederlage am Samstag nicht verändert.
Nach wie vor steht der TSV auf dem vorletzten Tabellenplatz, vor dem TV Weingarten und hinter dem HC Lustenau. „Die unteren Mannschaften verlieren einfach viel. Oben ist es genauso eng und deshalb ist noch alles drin, würde ich sagen“, meinte Broszio.
TSV Lindau: Steppan, Ellermann (beide Tor); Bräu (2 Tore), Grote (2), Haller (1 Siebenmeter/0 Tore), Gauger (4, 2/2), Wiedrich (1), Grübel (2), Broszio (2), Steder, Miller, Brombeis (4)



