Nach der niederschmetternden Niederlage (23:31) gegen den Tabellenletzten TV Weingarten möchten die Handballer des TSV Lindau keine künstliche Spannung erzeugen. Der Abstieg aus der Landesliga steht praktisch fest. Mit 4:28 Punkten rangieren die Inselstädter zwar immer noch vor Weingarten in der Tabelle, jedoch ist der Abstand zum oberen Nachbarn und kommenden Gegner, HC Lustenau (13:21), enorm. Es ist nahezu unmöglich, in den verbleibenden sechs Spielen noch an den Österreichern vorbeizuziehen, und es ist von zwei Direktabsteigern auszugehen.
„Insgesamt lief die Saison nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Angesichts der vielen Ausfälle war es aber so zu erwarten und es ist auch verkraftbar“, meint TSV-Kapitän Alexander Haller. Nach drei Aufstiegen in Folge war der Ausflug in die Landesliga für die Lindauer eine „Bonus-Saison“. Die Strukturreform 2025 ermöglichte es ihnen als Viertplatzierter, über die Relegation um den Aufstieg aus der Bezirksoberliga zu spielen.
Die Begeisterung war groß nach dem zweiten Relegationssieg gegen den TV St. Georgen und Haller freute sich damals: „Wir haben schon heute im Minimum den Klassenerhalt für übernächstes Jahr in der Bezirksoberliga klargemacht.“
Fehlplanung sorgt für Spielaustragung in Hard
Bis zum Saisonende wollen die Inselstädter aber nicht den Kopf in den Sand stecken. „Wir versuchen trotzdem noch zu gewinnen oder jemanden so lange wie möglich noch zu ärgern und wollen weiterhin konkurrenzfähig bleiben und die Sachen, die wir uns vor einem Spiel vornehmen, auch umsetzen. Es hört ja nicht auf, nur weil wir absteigen“, sagt Haller vor dem nächsten Spiel am Samstag gegen den HC Lustenau in der Sporthalle am See in Hard. Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Wegen einer Fehlplanung in Lustenaus eigener Sporthalle müssen sie nach Hard ausweichen.
Die Lindauer können mit einem Sieg die theoretische Minichance wahren. Auch ihren Fans soll etwas geboten werden. „Wir wollen unseren Zuschauern zeigen: Obwohl die Hoffnung geschwunden ist, fahren wir nicht im Schongang. Das hätten sie nicht verdient. Sie haben uns treu begleitet – auch auf den Auswärtsfahrten“, betont Haller.



