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TSV Lindau muss in Wangen abreißen lassen

Trotz eines guten Starts unterlag der TSV Lindau (li. Johannes Brombeis) der MTG Wangen II (v. re. Jakob Hosch und Stephan Culjak) klar. (Foto: Fabian Enzensperger)

Der vergangene Spieltag ist für die Inselstädter nicht nach Wunsch verlaufen. Während sie ohne Zähler blieben, punktete die Konkurrenz.

In dieser Landesligasaison kennzeichnet das Spiel der Handballer des TSV Lindau entweder eine zu dünne Personaldecke oder eine schwache Chancenverwertung. Und manchmal auch beides, wie etwa am Samstag im Auswärtsspiel in der Argenhalle, als die Inselstädter im Aufsteigerduell der sechstplatzierten MTG Wangen II mit 22:32 (8:14) unterlagen.

„Der Anfang war eigentlich ganz in Ordnung. Wir hatten eine gute Abwehr und einen guten Torhüter“, erklärte TSV-Kapitän Alexander Haller die 4:2-Führung Lindaus nach fünf Minuten vor 150 Zuschauern in Wangens Argenhalle. Obwohl MTG-Spieler Elias Rebstein in der ersten Hälfte einen Lauf mit fünf Toren hatte und die Allgäuer in Führung brachte, blieben die Lindauer bis zur 17. Minute noch an den Gastgebern dran. „Irgendwann haben wir unsere Chancen nicht mehr verwerten können. Wir sind aber dennoch mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen. Wir hatten nicht das Gefühl, dass wir die zwingend schlechtere Mannschaft sind. Zumindest nicht so viel schlechter als das Ergebnis war“, meinte Haller zum 8:14-Zwischenstand der Lindauer.

Robert Broszio coacht das Team vom Seitenrand

Jedoch gingen dem TSV im zweiten Durchgang die Kräfte aus. Mit nur drei Rückraumspielern fanden die Inselstädter gegen die starke Abwehr der Wangener Handballreserve keine Lösungen mehr. Bis zur 40. Minute dominierten die Gastgeber mit sechs Treffern, während Lindau nur ein Tor durch Moritz Pieper verbuchte. Um Pieper, Simon Stausberg und Johannes Brombeis überhaupt eine Pause zu gönnen, variierte der TSV das Spiel mit zwei Kreisläufern und hatte phasenweise Elias Bräu und Sven Grauer auf dem Feld. „Wir hatten den Faden verloren und keine Mittel mehr. Es war relativ schnell klar, dass nichts mehr möglich sein wird in diesem Spiel“, bedauerte Haller.

Im Lindauer Kader fehlten am Samstag Julian Gauger, Maik Grote und Robert Broszio im Rückraum. Broszio coachte sein Team am Seitenrand, aber ein Einsatz auf der Platte war nicht möglich, weil er erst kurz zuvor von einer Dienstreise aus den USA zurückgekommen war.

Die Luft wird dünn für die Lindauer im Tabellenkeller. Nur zwei Punkte trennen sie vom Schlusslicht TV Weingarten und satte sechs Zähler auf den TV Steinheim/A. und den HC Lustenau, die punktgleich auf Platz neun und zehn stehen. Lustenau vergrößerte am Samstag den Abstand um zwei Punkte mit einem knappen 31:30-Sieg gegen die TSG Schnaitheim.

Aus Erfahrung möchte Lindau den Druck für die kommenden Spiele rausnehmen, so Haller: „Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, wenn wir zu sehr verkrampfen, es eher schlechter als besser wird.“ Im kommenden Heimspiel am Samstag um 19.30 Uhr sollen die wichtigen Punkte für Lindau gegen den Tabellenachten SC Vöhringen eingefahren werden. Dafür wollen sie in dieser Woche gut und konzentriert trainieren.

TSV Lindau: Steppan, Karsten (beide Tor); Pieper (12 Tore, 3 Siebenmeter/2 Tore), Bräu, M. Miller (1), Stausberg (4), Haller (2), Rutschke, Richter, Grübel, Grauer (1), Brombeis (2)