Vorbericht

Lindaus Handballer feilen im Abstiegskampf am Angriffsspiel

Der TSV Lindau (Mi. Moritz Pieper) arbeitet in der Offensive intensiv an Verbesserungen. (Foto: Fabian Enzensperger)

Der Landesligist ist am Samstag bei Mitaufsteiger MTG Wangen II zu Gast und muss dabei auf mehrere Akteure verzichten.

Noch können die Handballer des TSV Lindau das rettende Ufer erreichen. Dafür müssen sie aber ins Punkten kommen, denn mit nur zwei Siegen stehen sie momentan nach 13 Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Landesliga. Die Voraussetzungen für das kommende Derby bei der MTG Wangen II (Samstag, 16 Uhr, Argenhalle) könnten besser sein. Schon wieder plagen die Lindauer Personalsorgen. „Ein paar Leute sind krank, ein paar ferienbedingt im Urlaub und ein paar sind noch angeschlagen“, berichtet TSV-Kapitän Alexander Haller und meint: „Jetzt müssen wir uns halt gut verkaufen und dann schauen wir, was am Ende rauskommt. Danach beginnen die wirklich entscheidenden Wochen, wo wir auch um Punkte spielen und schauen wollen, dass wir den Fuß in die Türe bekommen, um vielleicht zu einer Mannschaft in der Tabelle aufzuschließen.“

Der Stammtorwart wird pausieren

Dennoch möchten die Lindauer das Spiel gegen die Regionalliga-Reserve nicht kampflos herschenken. Der Meister der vergangenen Bezirksoberliga-Saison hat sich mit 15:15 Punkten längst in der Landesliga etabliert und steht auf Platz sieben. Das enge Punkteverhältnis erlaubt den Allgäuern, noch auf vordere Plätze zu spekulieren. Mitaufsteiger Lindau befindet sich dagegen im Abstiegskampf. In der dreiwöchigen spielfreien Zeit legten die Inselstädter das Hauptaugenmerk im Training auf ihr Angriffsspiel. „Ich denke, die Abwehr ist in Ordnung“, sagt Haller. „Wir verlieren nicht, weil wir schlecht verteidigen, sondern weil wir unter unseren Möglichkeiten im Angriff waren.“

Für die Zukunft äußert sich Lindaus Kapitän positiv: „Wir haben Lösungen gefunden. Wir sind auf einem guten Weg, dass die Abläufe stimmiger werden. Die ganzen Spieler, die in der Hinrunde verletzt waren, sind jetzt eingespielter und auf einem guten Weg, sich zu finden und zu harmonieren. Das wird sich auf dem Spielfeld positiv bemerkbar machen.“ Am Samstag tritt der Aufsteiger vom Bodensee jedoch nicht mit voller Kapelle an, dennoch hofft er, das Spiel so lange wie möglich offenzuhalten. Wangens Tempospiel will Lindau mit einem schnellen Rückzug begegnen und „schauen, dass wir gut umschalten, wenn wir vorne den Ball abgeben“, so Haller.

In der Hinrunde verlor der TSV nur knapp mit 26:27 (9:15) trotz einer unglaublichen Aufholjagd in Hälfte zwei nach einem Zehn-Tore-Rückstand. Torwart Ronald Steppan brachte sein Team wieder ins Spiel zurück und wird am Samstag ebenfalls wieder zwischen den Pfosten stehen. Jens Ellermann pausiert, nachdem er im Training umgeknickt ist, wird aber beim nächsten Heimspiel am Samstag, 28. Februar (19.30 Uhr), gegen den SC Vöhringen wieder das Lindauer Tor verteidigen.

Die Hoffnung, auch in der nächsten Saison wieder in der Landesliga anzutreten, ist noch lange nicht ad acta gelegt und bleibt für den TSV Lindau das oberste Ziel: „So lange es rechnerisch möglich ist, gibt es keinen Grund, nicht daran zu glauben“, betont Haller kämpferisch und sagt: „Wir haben noch Mannschaften vor uns, wo wir die Möglichkeit sehen, noch deutlich mehr Punkte zu sammeln als in der Hinrunde. Am Schluss schauen wir, ob es reicht oder nicht.“ Die Inselstädter rechnen mit einem Abstieg der letzten beiden Mannschaften. Nach drei Aufstiegen in Serie verlieren sie trotz der schwierigen Saison nicht die Leidenschaft für ihren Sport. „Wir wollen die Spiele auch genießen und Spaß haben gegen die richtig großen Mannschaften“, betont Haller.