Bisher hatte der TSV Lindau seine liebe Not mit den österreichischen Nachbarn. Nach klaren Pleiten gegen Bregenz Handball II und den HC Hohenems wurde vergangenen Samstag das Auswärts-Trauma bei der HSG Friedrichshafen-Fischbach (27:33) besiegelt. Trainer Sven Grauer sprach danach von „Arbeitsverweigerung“ in der ersten Halbzeit. Drei Auswärtsniederlagen stehen zwei Heimsiege gegenüber – so die bisherige Bilanz der Inselstädter. Wenn am Samstag um 19.30 Uhr in der Dreifachturnhalle in Lindau-Aeschach der Anpfiff ertönt, wartet gegen den punktgleichen Aufsteiger TS Dornbirn ein echtes Duell auf Augenhöhe.
Nach drei Pleiten in Folge titelten die Vorarlberger zuletzt selbst: „Offensiv durchaus treffsicher, defensiv zu anfällig.“ Eine Analyse, die laut Grauer auch auf sein Team zutrifft. „Kenne ich – bis auf das treffsicher vorne“, sagt er augenzwinkernd, relativiert aber sofort: „Zuhause treffen wir besser.“ Im Training lag der Fokus komplett auf der Defensive. „Ich muss zusehen, dass die Abwehr wieder Fuß fasst. Sie war die letzten Spiele nicht stabil genug. Wir sind diese Woche komplett auf Abwehr-Training übergegangen“, betont Grauer.
Über die Dornbirner hat sich Grauer bereits informiert: „Sie haben im Mittelblock erfahrene Deckungsspieler, die genau wissen, wie sie sich zu stellen haben. Wir müssen im Angriff flexibel sein.“ Trotz der Favoritenrolle als Absteiger bleibt Lindaus Coach vorsichtig: „Dornbirn ist mit seinem Mix aus jungen und erfahrenen Akteuren kein leichter Gegner. Da werden wir alles in die Waagschale werfen müssen.“
Drei wichtige Stützen kehren zurück
Rechtzeitig zum Heimspiel ist der Kader wieder vollständig. Mit Keeper Jens Ellermann sowie Simon Stausberg und Julian Gauger kehren drei wichtige Stützen in Abwehr und Tor zurück. Nach dem jüngsten Dämpfer wünscht sich Grauer eine deutliche Reaktion: „Ich hoffe, dass wir ein anderes Gesicht als in der ersten Halbzeit in Friedrichshafen zeigen und Dornbirn gemeinsam die Stirn bieten.“



