Nach der knappen Auswärtsniederlage bei den österreichischen Nachbarn peilt der TSV Lindau in der Handball-Bezirksoberliga den nächsten Heimsieg an. Am Samstag empfangen die Inselstädter um 20.15 Uhr den verletzungsgebeutelten TSB Ravensburg in der Dreifachturnhalle in Aeschach. Das Vorprogramm bestreiten ab 18.15 Uhr die Bezirksliga-Frauen des TSV gegen den HC Lustenau II.
Ravensburger Verletzungsmisere
Die Gäste aus Ravensburg werden in dieser Saison regelrecht vom Pech verfolgt. Schon in der Vorbereitung fielen wichtige Akteure aus. Vergangenen Samstag verlängerte sich die Lazarett-Liste der Rams im Derby gegen den TV Weingarten (26:29) drastisch: Maximilian Liebke musste mit einer schweren Ellbogenverletzung ins Krankenhaus transportiert werden, zudem droht Leonard Hildebrand ein langwieriger Kreuzbandriss. Rams-Trainer Jürgen Schmidt gab sich dennoch kämpferisch: „Trotz der Niederlage blicke ich positiv auf die weiteren Spiele.“
Genau wegen dieser Jetzt-erst-recht-Mentalität warnt Lindaus Trainer Sven Grauer davor, den Tabellennachbarn zu unterschätzen: „Die schmeißen in dem Sinne alles rein und sagen: ‚Okay, was soll uns passieren, mehr als verlieren können wir nicht‛. Wir dürfen Ravensburg auf keinen Fall unterschätzen und dürfen nicht mit Halbgas in das Spiel gehen. Wir müssen von der ersten Minute an da sein.“
Die jüngste 23:25-Niederlage gegen den HC Hohenems wurde unter der Woche intensiv analysiert. „Wir sind auf das Spiel trainingsmäßig eingegangen, was die Abwehr angeht. Wir müssen deutlich mehr Absprachen treffen und kompakter stehen. Zudem haben wir das Umschaltspiel trainiert, was beim letzten Spiel komplett gefehlt hat“, sagt Grauer. Die mangelnde Chancenverwertung gegen Hohenems wurde ebenfalls thematisiert: „Da war die Wurfquote im Training noch nicht ganz rund. Ich habe den Jungs auch gesagt, dass sie den gegnerischen Torwart lesen müssen, welche Bewegungen er macht.“
In eigener Halle setzen die Lindauer voll auf den Faktor Heimvorteil, um an den Erfolg gegen die HSG Langenau/Elchingen II anzuknüpfen. „Wir wollen unsere Heimqualität ohne Harz und mit den Fans im Rücken auf jeden Fall weiter fortsetzen und weiter Punkte sammeln“, betont Grauer.
Frauen peilen erste Punkte an
Die TSV-Frauen warten noch auf Punkte in der Bezirksliga. Sie stehen am Samstag (18.15 Uhr) vor den Männern gegen die noch punktlose Reserve des HC Lustenau auf dem Feld. Der Lindauer Trainer Alexander Haller konzentrierte sich in der Vorbereitung auf die Abläufe. „Die Jugendspielerinnen dürfen und müssen jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Sie müssen in das Mannschaftsgefüge reinwachsen, damit das Zusammenspiel sicherer wird.“



