Zwei Wochen hatten die Bezirksoberliga-Handballer des TSV Lindau Zeit, um die klare 18:33 (11:15)-Niederlage gegen Bregenz II aufzuarbeiten. Vor allem der Einbruch in Hälfte zwei wurde detailliert analysiert. Trainer Sven Grauer richtete den Blick nach vorn und motivierte insbesondere die jungen Spieler im Kader: „Ich habe ihnen gesagt, dass so ein Spiel immer wieder vorkommen wird, aber dass es keinen Grund gibt, den Kopf hängenzulassen. Wir müssen mit erhobenem Haupt weiterspielen.“
Rückkehrer beleben Training
Bei Anpfiff am Samstag um 19.30 Uhr in der Dreifachturnhalle in Lindau-Aeschach gegen die HSG Langenau/Elchingen II kann Grauer wieder aus dem Vollen schöpfen. Moritz Pieper, Simon Stausberg und Norbert Knechtel kehren zurück, was sich bereits im Training positiv bemerkbar machte. „Tatsächlich konnte ich am Dienstag wieder mit 21 Mann trainieren, was natürlich im Positionsspiel super war. Wir konnten sieben gegen sieben mit Unterbrechung und Korrektur spielen“, berichtet Grauer.
Den deutlichen Einbruch gegen die Bregenzer Reserve machte der Coach an der dünnen Personaldecke, einer hohen Fehlerquote bei Pässen sowie überhasteten Abschlüssen fest. Das soll sich nun ändern: „Am Samstag können wir dadurch, dass wir eine volle Bank haben, ganz anders agieren. Wir können den Spielern wieder Pausenzeiten geben. Wir sind in der Breite völlig anders aufgestellt als zuletzt“, so Grauer.
Härtetest gegen Ungeschlagene
Für Langenau/Elchingen II ist es bereits der dritte Spieltag. Mit 4:0 Punkten ist der kommende Lindauer Gegner noch ungeschlagen: Auf den 34:32-Auswärtssieg bei der TSG Söflingen II folgte ein klarer 28:20-Heimerfolg gegen den Mitabsteiger TV Weingarten. Grauer betont jedoch selbstbewusst: „Wir haben volle Kapelle, wir haben letztes Jahr Landesliga gespielt. Wir wissen, wie Handball funktioniert. Sie müssen zu uns kommen, wir spielen zu Hause, haben das Publikum im Rücken und sie müssen ohne Harz spielen. Von daher sehe ich dem Wochenende positiv entgegen.“
Die Lindauer Handballerinnen starten am Samstag direkt vor den Männern um 17.30 Uhr mit Verspätung in die Saison. Am vergangenen Wochenende mussten sie den Auftakt beim TSV Bad Saulgau in der Bezirksliga wegen Personalmangels noch absagen und die Punkte kampflos hergeben. „Wir waren nur zu fünft plus Torhüterin. Eigentlich wären es sieben Feldspielerinnen gewesen, aber dann sind zwei kurzfristig krank geworden“, bedauert Trainer Alexander Haller.
Frauen feiern verspätete Premiere
Die Herausforderung wird am Samstag groß, denn die HSG Illertal ist in der vergangenen Saison aus der Bezirksoberliga abgestiegen und startet nun in Lindau in die neue Runde. „Bei einem Spiel Aufsteiger gegen Absteiger sind die Vorzeichen klar. Wenn ich am Ende sehe, dass jede Spielerin alles gegeben hat und die Qualität des Gegners einfach besser war, dann werde ich niemandem einen Vorwurf machen“, meint Haller.



