Vorbericht

Derby als letzter Strohhalm für den TSV Lindau

Aufgrund der großen Distanz zu Lustenau rechnet das Lindauer Handballteam nicht mehr mit dem Klassenerhalt. Und doch soll noch einmal alles versucht werden. (Foto: Fabian Enzensperger)

Die Handballer aus der Inselstadt möchten mit einem Sieg beim Tabellenschlusslicht TV Weingarten die Chance auf den Landesligaverbleib wahren.

Der TV Weingarten und TSV Lindau stehen als Aufsteiger abgeschlagen am Tabellenende in der Handball-Landesliga. Am Samstag um 20 Uhr begegnen sich beide in der Großsporthalle in Weingarten.

TV Weingarten wartet noch auf den ersten Saisonsieg

Für den heimischen TVW geht es im Abstiegskracher um den ersten Saisonsieg. Bisher gelangen lediglich im Gastspiel beim TV Steinheim/Albuch (29:29) und zu Hause gegen die SG Lauterstein II (25:25) Punktgewinne. Mit 2:30 Zählern hält Weingarten die rote Laterne in der Hand.

Der TSV Lindau kämpft mit 4:26 Punkten ebenfalls um den Klassenerhalt und rechnet kaum noch damit. Zu groß ist die Distanz zum Mitaufsteiger und Tabellennachbar HC Lustenau, der mit drei Siegen in Serie davongezogen ist und 12:20 Punkte auf dem Konto hat. „Jetzt ist es schwer, den Anschluss zu finden“, sagt Lindaus Kapitän Alexander Haller und weiß: „Sollte man die Chance wirklich noch wahren wollen, muss am Samstag ein Sieg her. Auch, weil es ein Derby und ein Konkurrent aus den letzten Jahren ist.“

Während Weingarten am vergangenen Wochenende die nächste Niederlage bei der MTG Wangen II (24:34) kassierte, pausierte der TSV und konzentrierte sich im Training verstärkt auf die Defensive. „Wir mussten in den vergangenen Spielen die Abwehr immer wieder umstellen. In den letzten Trainingseinheiten haben wir gerade im Innenblock die Verteidigung eingestimmt, damit die Abstimmung passt“, berichtet Haller.

Der Kapitän ist vorher mit den Frauen unterwegs

Das Verletzungspech hat die normalerweise heimstarken Inselstädter in dieser Saison extrem gebeutelt. Ihren ersten Erfolg fuhren sie Mitte November in der Hinrunde gegen Weingarten ein. Mit 31:30 (15:14) wurde es am Ende noch knapp nach einem Vier-Tore-Vorsprung. Die nächsten zwei Punkte sicherten sie sich im Januar ebenfalls in der Dreifachturnhalle in Lindau-Aeschach gegen die TSG Schnaitheim (38:29). Nun soll es auswärts funktionieren. „Bei solchen Spielen im Tabellenkeller entscheidet auch der Einsatz, Wille und die Kampfbereitschaft“, meint Haller, der davor noch als Trainer der Lindauer Frauen bei der HSG Friedrichshafen-Fischbach II in der Bezirksklasse (Samstag, 16 Uhr, Bodenseesporthalle) gastiert. Es ist ihr vorletztes Saisonspiel, und Haller ist zufrieden: „Wir wollen auf jeden Fall in dieser Saison in der Tabellenmitte bleiben. Das ist schon eine erhebliche Steigerung zur letzten Saison. Der Trend geht auf jeden Fall wieder nach oben.“